Extrem gefährlich: Der Ring-Radweg

Wer wissen möchte, welch geringen Stellenwert der Radverkehr für die regierende SPÖ darstellt, muss nur den „Rad-Ring-Rund“ benutzen.
Unerträglich v.a. für die Fussgänger, weil oft völlig unklar ist, wo dürfen Radler fahren, wo ist Platz fürs Zu Fuss gehen.
Das Ärgste aber:
Dieser „Radweg“ ist extrem gefährlich.
Diese Grafik zeigt die gefährlichsten Stellen für Radler/innen in Wien.

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Und man sieht: Mit Ausnahme der Kreuzung HernalserHauptstrasse/Gürtel (diese wird derzeit saniert) ist der Ringradweg DIE Unfallquelle.
Das wissen Verkehrssstadtrat Schicker seit Jahren.
Und versprechen auch seit Jahren eine Sanierung.
das Klügste aus meiner Sicht:
Einerseits die Querungen durch die City durchgehend öffenen Herrengasse iund Rotenturmstrasse in beide Richtungen befahrbar machen
und die Nebenfahrbahnen des Rings als durchgängige Radrouten öffnen.
Und kurzfristig: eine ordentliche, leuchtende (von mir aus knallrot) Markierung des bestehenden Radwegs.

6 Gedanken zu “Extrem gefährlich: Der Ring-Radweg

  1. ist schicker jemals dort gefahren?? wie bei allen radwegen in wien, merkt man dass den leute geplant haben die selber nie radgefahren sind.

    ich fahr jeden tag das stück zwischen urania und schwedenplatz in die arbeit.
    dort sind rad und fußgängerverkehr (jeweils in beide richtungen) überhaupt nicht von einander getrennt!

    und außerdem ist dort soviel fahrrad-verkehr, dass mein vorschlag wäre: einfach eine autospur vom kai abzwacken und für fahrradfahrer reservieren. es fahren mindestens so viele radfahrer dort wie auf einer autospur.

    die nebenfahrbahnen zu öffen ist auch wieder nur eine halbe lösung, weil es da sicher wieder zu konflikten mit dem querverkehr kommt.
    das selbe problem gibts ja auch am gürtelradweg bei den querverbindungen ohne ampel – da stehen autofahrer, die sich in den verkehr am gürtel einreihen wollen regelmäßig quer über den radweg bzw achten sie nur auf den autoverkehr am gürtel (aus einer richtung) und nicht auf den querverkehr am radweg aus zwei richtungen. (ich bin dort schon mal über eine motorhaube geflogen)

    also richtige lösungen und gleich eine spur am ring für radfahrer reservieren. das verkehrsaufkommen würde das längst rechtfertigen!!!

    im übrigen finde ich es symptomatisch das jede fläche für den radverkehr von den fußgängern (gehsteig) aber nie vom autoverkehr (straße) abgezwackt wird.

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  2. Ich seh das ganze etwas komplexer: Mich wundert, dass nicht viel mehr passiert. Aber nicht (nur), weil es zuwenig
    oder falsch angelegte Fahrradstreifen gibt.

    Erstens finde ich die Öffnung der Einbahnstrassen für Fahrradfahrer in
    beide Richtungen absolut unverständlich. Wenn – wie meistens zu sehen – der
    Fahrradstreifen auf der linken Seite abgezwackt wird, kommt einem beim Ausparken
    der Fahrradfahrer genau aus einem toten Winkel entgegen. Mich wundert, dass hier
    noch nicht viel mehr passiert ist.

    Ein weiteres Problem ist die nichtverfolgbarkeit eines Radfahrers. Wenn dieser am
    Gehsteig einen Kinderwagen umfährt, kann man auf seine Zivilcourage hoffen
    (was leider Erfahrungsgemäß nicht oft der Fall ist), im Normalfall ist der Radfahrer aber
    weg.
    Keine Change sich irgendein Nummernkennzeichen aufzuschreiben.
    Deshalb ist die Schwelle eine Fahrerflucht zu begehen WESENTLICH niedriger als
    bei Unfällen mit dem Auto.
    Wenn ich mir anschau, dass es schon 3 mal passiert ist, dass meine Frau mitsamt
    Kinderwagen am GEHSTEIG von Fahrradfahrern „zusammengefahren“ worden ist,
    dass mein Hund schon am GEHSTEIG erwischt wurde, oder dass es scheinbar
    nicht unüblich ist bei Rot in eine Kreuzung zu fahren, von der Strasse direkt auf den
    Zebrastreifen abzubiegen, weil es ja so schneller geht, etc, dann sind die gemeldeten
    Unfälle sicher nur der Gipfel des Eisbergs.

    Was ich sagen will ist nicht, dass die Fahrradfahrer pauschal sich nicht an
    Verkehrsregeln halten. Aber leider Gotes viel zu oft.

    Und das ist genauso ein Problem.

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  3. tja auch für die Fußgänger ist es am Ring-Radweg extrem gefährlich. Die meisten
    Radfahrer kennen ja nicht mal die grundlegenden Verkehrsregeln. zb das man vor einem
    Zebrastreifen anzuhalten hat, wenn Fußgänger drüber gehen wollen. Als Beispiel wären
    da die Bereiche bei den Straßenbahnhaltestellen Schottentor und Oper zu nennen. Bin
    schon sehr gespannt wann mir wirklich mal einer rein donnert.

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  4. Einbahnzirkus öffnen ! Man muss sich einmal den irrwitzigen Einbahnzirkus zwischen Seilerstätte und Ring
    anschauen ( http://www.wien.gv.at/verkehr/radfahren/radnetzwien.htm, Suche nach
    Seilerstätte) ! Johannesgasse: doppelseitiges Schrägparken ! Das wäre ein ideale
    Verbindung vom 3. ins Zentrum
    Walfischgasse – Schellinggasse – Stubenbastei. Auf damit !
    Hegelgasse, Fichtegasse.

    Hier sind Schulen und Unis !

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  5. Und ? Was hat sich in der Zwischenzeit getan ? Ich fahre täglich den Ringradweg (wenn ich nicht von Schwarzenbergplatz bis
    Mariahilferstraße im KFZ – Modus auf der 2er-Linie fahre, weil mir das Gezappel
    am Ring auf die Nerven geht) – und ausser Behinderungen durch ÖH-Wahlplakate
    und Baustellen ist mir keine Änderung ( geschweige denn: Verbesserung)
    untergekommen.

    Dabei gäbe es so viel zu tun, und vieles davon sind Kleinigkeiten:
    1) Versetzen der Verkehrszeichen von der Mitte (zwischen Rad- und Fußweg)
    an den Rand der gemeinsamen Verkehrsfläche.
    2) Absenkung bei Querungen über die gesamte Breite der gemeinsamen Verkehrsfläche.
    Hintergrund: man braucht an den Querungen Platz zum Ausweichen, weil Autos, die vor dem Gleiskörper warten, genau die Radquerung versperren.
    3) Entfernung von Gerümpel wie: Litfaßsäulen, Bänken, Zeitungsständern,
    Aufmerksamkeit abziehenden Verkehrszeichen an neuralgischen Stellen (z.B. Schottentor / Schottengasse bei den U-Bahnaufgängen)
    4) Freihaltung der Ecken und 5m – Zonen (z.B. beim Ringturm)

    Was davon haben die Grünen bisher aufgegriffen / angepackt / durchgesetzt ?
    Welche heldenhaften Kämpfe haben sie gefochten und verloren ?

    Wie steht es mit der Skater freundlichen Gestaltung des Radweges (z.B. gepflasterte Querungen am Franz-Josefs-Kai, Wahnsinnskreuzung Marienbrücke) ?

    Die Gefahrenstellen zu sanieren scheint gegenüber dem Radwegkilometer – Schinden durch schwachsinnige Mehrzwangstreifen (auch in Sackgassen,
    z.B. 3. Viehmarktgasse, 14. Abfahrt zum Wienfluß bei Wolf in der Au) bei der Stadt Wien keine Priorität zu haben.

    Aber was kann man von einem „Radwegkoordinator“ erwarten, der immer dann, wenn seinen Genossen aus einer Radroute 2m Platz zum Schrägparken herausschneiden wollen, „kein Problem“ sagt (15. Goldschlagstraße, 2. Große Sperlgasse)….

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