Umwelt?Klima? es ist schwarz/rot einfach wurscht

Solar-Wind-Biomasse etc, sie boomen.
Dort, wo Regierungen attraktive Rahmenbedingungen erlassen haben.
z.B. rot-grün in Deutschland mit dem EEG (Erneierbare Energien Gesetz)
Heute ist Deutschland v.a. bei Wind und Photovoltaik weltweit führend.
Attraktive Einspeisbedingungen für Ökostrom haben aber auch Portugal und Spanien erlassen.
Anleger von heimischen Windfonds finanzieren jetzt Projekte dort.
Warum nicht in Österreich?
Weil nach einem kurzen Frühling (das heimsche Ökostromgesetz war in Einzelbereichen durchaus erfolgreich) der Totalabsturz erfolgt.
Weil heute (Dienstag) im Plenum des Nationalrats die Regierungfraktionen samt SPÖ (die wg Verfassungsmehrheit notwendig ist) eine drastische Kürzung der Ökostomprojekte beschliessen werden.
„Erfolgreiches“ Lobbying von Industriellenvereinigung und Arbeiterkammer „Strompreise sind zu teuer, Ökostromzuschläge dürfen nicht wachsen“ ist die Ursache.
Österreich katapultiert sich damit umwelt – aber auch technologiepolitisch in der europäischen Liga ganz nach hinten.
Weil auch ich immer gefragt werde, mit wem wir „lieber“ regieren würden.
Umweltpolitk ist sowohl der VP wie der SP in Wahrheit völlig wurscht.
Alles andere ist ihnen wichtiger.
Traurig!

2 Gedanken zu “Umwelt?Klima? es ist schwarz/rot einfach wurscht

  1. Stimme schon zu… … aber dreht sich die Debatte nicht auch ein bisschen um die Frage, ob man a. Ökostrom-Einspeisung fördern soll oder vorzugsweise b. die Gelder direkt in die Energievermeidungs- und Renewables-*Forschung* investieren soll?

    Ziel beider Strategien (oder einer Mischung daraus) muss es ja sein, mit dem geringstmöglichen Mittelaufwand so rasch als möglich zu preislich in jeder Hinsicht konkurrenzfähigen Alternativenergien zu kommen. Nur solche würden auf Weltebene eine signifikante Rolle spielen. Und da gibt es eben das Argument, dass eine Einspeisungs-Förderung zwar schon Forschung stimulieren kann, aber gleichzeitig auch lähmend wirkt, weil der Ökoenergie-Unternehmer auch mit höherpreisigen (und somit rein volkswirtschaftlich eigentlich uninteressanten) Alternativenergien gutes Geld verdienen kann. Das spräche tendentiell für die Bevorzugung direkter Forschungsförderung und den schrittweisen Abbau der Einspeisungs-Subventionen…

    Wie sehen das die Grünen?

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  2. http://www.KLIMAWANDEL.com Angesichts des Klimawandels und drohender Konflikte um immer knapper werdende
    fossile Ressourcen wird eines deutlich: die globale solare Energiewende ist unerlässlich.
    Sie ist technisch machbar und finanzierbar. Allerdings muss in den nächsten Jahren
    rasch und entschlossen gehandelt werden, denn bereits 2020 müssten 20% und Mitte
    des Jahrhunderts 50% der globalen Energieversorgung aus Sonne, Wind, Wasser,
    Biomasse und Erdwärme gedeckt werden. Internationale Expertinnen und Experten sind
    sich einig, daß bis spätestens 2100 eine Vollversorgung aus erneuerbaren
    Energieträgern realisierbar ist.

    Auch in Teilbereichen der Mobilität wird Solarenergie zukünftig mit herkömmlichen
    Antrieben konkurrieren können: zu Wasser, auf dem Boden, in der Luft und im All.
    Allein auf Dächern und an Fassaden stehen ausreichend Flächen zur Verfügung,
    um einen Großteil der Energieversorgung zukünftig solar zu decken.
    Und ich kanns als alter EU Skeptiker bis Gegner kaum glauben:
    Die Gestaltung der Energiezukunft auf europäischer Ebene ist aufgrund jüngster
    Entwickungen zu einem zentralen Thema geworden. Ziel ist es dabei, Versorgungs-
    sicherheit zu steigern und die Abhängigkeit von Energieimporten zu verringern.
    Erneuerbare Energie spielt in diesem Zusammenhang neben Maßnahmen zur
    Steigerung der Energieeffizienz und des Energiesparens eine zentrale Rolle.
    Photovoltaik wird sich in diesem Zusammenhang zu einer zentralen Säule der
    europäischen Energiewirtschaft entwickeln.
    Na ja Papier und „Projekte“ sind ja geduldig…

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