Österreich: ein besonderes Schlachtfeld

Diese Grafik hätt ich gern öfters gesehen, als Tempo 160 diskutiert wurde:

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Nur mit dem „Transitverkehr“ allein, kann man mit Sicherheit nicht erklären, warum es bei uns so viel mehr Unfälle gibt, als in anderen Staaten (z.b der Schweiz).
Oder: Die hier aus bildungspolitischen Gründen gelobten Finnen.
Lob an den VCÖ, der mit seinen Untersuchungen und Publiktionen immer wieder wichtige facts in die Verkehrspolitik bringt.
Jetzt startet der VCÖ eine Befragung unter Radler/innen.
Er will wissen, wie die Bedingungen für das Radfahren in Österreich beurteilt werden, möchte Schwachstellen aufzeigen und Best Practice Beispiele vor den Vorhang holen.
Befragung dauert nur kurz.

4 Gedanken zu “Österreich: ein besonderes Schlachtfeld

  1. VCÖ – Sicherheitstips ! Sehr sinnvoll finde ich auch die Tips für sicheres Radfahren des VCÖ:
    http://www.vcoe.at/detail.asp?ID=2047

    In anderen Worten: Ignoriert die schwachsinnigen „Mehrzweckstreifen“ (ich
    nenne sie immer „Mehrzwangstreifen“, denn sie zwingen einen Radler mittels „Radwegbenützungspflicht“ genau das zu tun, was man unter Anfängerfehler
    versteht: Zu weit rechts, in Parkbuchten eintauche, zwischen den Fahrspuren fahren…) !

    Seltsamer Weise gibt (oder gab) es auch beim VCÖ Leute, die MZWs gefordert
    haben. Und die ARGUS….
    Mein Gott, Walter !
    Erfolg korrumpiert, Mißerfolg ebenso: „Wenn du nicht bekommst, was du willst,
    dann will, was du bekommst!“

    Und Mehrzwangstreifen bekommt man halt, weil die dem Auto nützen (Radler aus dem Weg, an den rechten Rand) und es nichts kosten (den Platz hält jeder, dem sein Blech lieb ist, ohnehin frei). Und weil sie die zweitbilligte Art sind, sich „Radwegkilometer“ für die Statistik zu ergaunern (die billigste: einfach ein paar grüne Taferl aufstellen – so wie in der Gallitzinstraße in Ottakring, 10-15% Steigung).

    Also: aufrechte Radler fahren in der Mitte des Fahrstreifens, wie ein Fahrzeug eben !

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  2. aber ich versteh nicht, wie es zu dieser Überschrift kommt: „Österreich nahezu Schlusslicht…“ klingt zwar super, aber stimmt doch nicht, wenn man die Grafik anschaut. Und „nahezu“ heißt nahezu garnix.
    Sonst natürlich alles gut.

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  3. Die VCÖ-Tips sind gut und wichtig, und deutlich wichtiger als die der Automobilclubs, die vor allem Ausflugsradler als Zielgruppe haben und eher die (nicht vorhandene) Wichtigkeit von Radwegen, Radhelmen und Pedalreflektoren betonen.

    Die eher unkritische Haltung des Argus zu Mehrzweckstreifen halte ich auch für bedenklich, und ich sehe durch den Verein meine Interessen als Radfahrer nicht ausreichend vertreten. Allerdings muß man dem Argus auch zugutehalten, daß zB in Publikationen wie „Das Fahrrad im Verkehr“ (von VCÖ und Argus), welche sich vor allem an Planer richten, von Radverkehrsanlagen innerorts generell abgeraten wird.

    Übrigens entfällt ein Großteil der Radwegkilometer (eine völlig sinnlose Kenngröße meiner Meinung nach) auf die Donauinsel, die allerdings kaum einen Verkehrswert hat.

    Das Tempolimit auf Radwegen (FPÖ-Vorschlag, siehe http://wien.orf.at/stories/103953/) fände ich übrigens sogar durchaus sinnvoll, wenn damit gleichzeitig die Benutzungspflicht entfallen würde. Nur der Rest hat schon realsatirisches Niveau. 😉

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