ORF von innen-Österreich ein Feudalstaat

Danke, Armin Wolf!
Wenn wir Grüne als Oppositionspartei den ORFals VP-geknebelt kritisieren, glauben viele, solche Kritik sei überzogen und gehöre eben zum politischen Spiel.
Jetzt hat Armin Wolf bei einem hochoffiziellen Anlass, anlässlich seiner Verleihung des Robert Hochner Preises eine aussergewöhnliche Rede gehalten.
Aufrichtige Gratulation.
Das Schlimme daran:
Trotzdem scheint „das schwarze Personalpaket“auf Schiene.
Schliesslich: Es ist kein Gerücht, sondern eine Tatsache, dass es eine Intervention des Bundeskanzleramtes war, dass heuer nicht mehr Armin Wolf die Sommergespräche moderieren wird.
Wir entfernen uns immer mehr von demokratischen Zuständen.
Österreich, ein Feudalstaat.

5 Gedanken zu “ORF von innen-Österreich ein Feudalstaat

  1. Flucht nach vorne Eine Kampfansage und auch eine Flucht nach vorne. Hier hat jemand so mutig Klartext gesprochen, dass er eigentlich spätestens jetzt auf der Abschussliste stehen müsste… wenn, ja wenn da nicht das klitzekleine Problem wäre, dass der mehrfach ausgezeichnete Wolf spätestens mit dieser Rede nahezu unantastbar geworden ist.

    Wer Armin Wolf öffentlich wahrnehmbar antastet, der wird selbst fallen. Dies ist ein Befreiungsschlag, der uns zumindest *einen* kritischen Journalisten im ORF sichert.

    Bravo. Und danke.

    Und: Wie wärs wieder mal mit einem Volksbegehren für einen unabhängigen ORF? Das letzte Mal hat’s immerhin zu einem siebenjährigen lucidum intervallum geführt…

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  2. offene Frage Wer verleiht den Preis?
    btw. konnte ich keinen Hinweis auf die Preisverleihung in der Presse finden.
    Wolfs Rede hat auf mich als Laie jedenfalls sehr aufklärend gewirkt.
    Ich schließe mich dem Dank an.
    MfG
    GT

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  3. löcher in den käse Danke für den Hinweis (die Zeitung lese ich meist erst abends). Werden wir demnächst auch noch Herrn Wolf vermissen müssen?

    Unter hofburg.at ist bislang nur der Beitrag zum letztjährigen Hochner-Preis zu finden.

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  4. Ein Sinnbild für die Funktionsfähigkeit der rot/grünen Opposition: Zuerst gibt es zwei Unterschriften-Initiativen zum Thema ORF, dann liegt die wichtigere von den beiden stundenlang lahm, weil sie technisch offenbar nicht vollprofessionell vorbereitet wurde (keine Website muss heute lahmliegen, nur weil ein paar tausend Ösis gleichzeitig zugreifen…). Die, die derzeit nicht unterschreiben können, werden es sicher nicht ewig weiterversuchen…

    Wiedermal eine vertane Chance. Schade.

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