nachdrückliche Empfehlung

Fast-zum Glück nur fast-wär ich Opfer meiner eigenen Präpotenz geworden.
Ich hatte über Tim Flannerys Buch „Wir Wettermacher“ zwar nur Gutes gelesen, mir aber präpotenterweise gedacht, was soll da schon Grosses drinnenstehen, was ich nicht schon weiss.
So stehts im Untertitel: Wie die Menschen das Klima verändern und was das für unser Leben auf der Erde bedeutet.
Dann hab ichs mir doch gekauft, zu lesen begonnen, und konnte nicht aufhören.
Wär ich nicht längst ein Grüner, jetzt wär ich`s.
Ausführlich ohne ausschweifend zu sein, auch kurzweilig ist hier beschrieben, was wir heute (Endredaktion des Buches 2005) über die Auswirkungen des Klimawandels alles wissen.
Und das ist erschütternd und enorm motivierend zugleich.
Erschütternd ist, wie eine Gesellschaft all das (die dramatische, nachzuweisende und zunehmende Bedrohung unserer Zivilisation) wissen kann, und dieses Wissen derart ignorieren/verdrängen kann.
Ich möchte dieses Buch jedem nachdrücklich ans Herz legen.

3 Gedanken zu “nachdrückliche Empfehlung

  1. Wissen? Ich glaube zu wissen, dass
    – es fast 100% unumstritten ist, dass es seit ca 1850 eine gewisse globale Erwärmung gegeben hat (0,4 bis 0,8 Grad)
    – es weitgehend unumstritten ist, dass es einen menschlichen Beitrag in Form von Treibhausgasen dazu gibt, wobei die Daten der letzten beiden Jahrzehnte erstmals deutliche Indizien dafür liefern. Wiederum nicht so ganz klar ist, wie gross dieser menschliche Beitrag ist.
    – es nicht vollständig klar ist, wieweit weiteres CO2 noch zu zusätzlicher
    Erwärmung führt (Themen zB: CO2-Sättigung, Vielfalt der Mechanismen positiver und negativer Rückkopplung, Zusammenhang mit Wolkenbildung)
    – es eher unklar ist, ob eine moderate Erwärmung (zb noch 1 Grad bis 2100) mehr positive oder mehr negative Wirkungen haben wird, wobei wieder weitgehende Einigkeit darüber besteht, dass jene Szenarien, welche eine
    grössere Erwärmung (bis zu 6 Grad) bis zum Ende des 21. Jh aufzeigen nachteilige bis schwerwiegende Konsequenzen haben würden.
    – es fast 100% unumstritten ist, dass die Wirkung des bisher vereinbarten Kyoto-Protokolls selbst dann beinah-vernachlässigbar wäre, wenn alle Staaten beitreten würden und sich auf Punkt und Beistrich daran halten würden.
    – es grosse Uneinigkeit hinsichtlich der Frage gibt, ob und wie man also am
    besten auf die beobachtete Erwärmung reagiert: Auf der einen Seite stehen jene, die noch viel drastischere Einschränkungen beim CO2-Ausstoss fordern,
    auf der anderen Seite jene, die die vom IPCC prognostizierten Kosten der
    Erwärmung den Kosten für eine rasche CO2-Reduktion gegenüberstellen und auf dieser Basis folgende Meinung vertreten: Umso weniger wirklich bittere Armut wir 2100 auf dieser Welt noch haben, umso besser wird man sich an einen moderat erwärmten Globus anpassen können. Dieser Meinung wird man natürlich wenig abgewinnen können, wenn man an die ganz drastischen Szenarien glaubt.

    Oder hat jemand andere, bessere Informationen über den Stand des „Wissens“?

    Ich selbst bin ja dafür, gemäss dem Vorsorgeprinzip lieber heute auf Energieeffizienz und Renewables zu setzen und den von vielen gewollten Ausstieg aus der Atomkraft nicht zu übereilen, also lieber früher etwas zu „tun“ als zu lange gewartet zu haben. Aber ist es angesichts dieses Wissensstands wirklich so verwunderlich und/oder so falsch, dass die Menschheit bisher eher „verhalten“ reagiert hat?

    Im Zweifel sind meine Prioritäten: 1. Armutsbekämpfung und erst 2. Klimaschutz.

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  2. http://www.KLIMAWANDEL.com Zweckpositivismus ist Selbstbetrug. Das möglichst positive einer
    möglichen Zukunft hervorzuheben nur um damit Wahlen zu gewinnen ist
    Volksbetrug. Unsere Zukunft könnte möglicherweise nicht einmal mehr
    erträglich werden ohne Polarausrüstung…

    …wenn diejenigen die uns bis noch bis zuletzt bei Arbeitslaune halten werden
    ( bzw. zur Arbeitsleistung ZWINGEN werden. Wenn wir nicht bald etwas
    dagegen unternehmen) schon längst in der Karibik ihr neues Zuhause gefunden
    haben. Dadurch, daß wir bis zuletzt unsere volle Leistung gebracht haben.
    Darum: Arbeiten SIE PERSÖNLICH weniger wenn Sie irgendwie können !
    Reduzieren Sie Ihre PERSÖNLICHE Arbeitsleistung so weit es geht.
    Nur ein Tip.

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