Unsere Energiesklaven

Samstag sehr schöne Initiative kennengelernt.
Im winzigen Fratres im Waldviertel, unmittelbar an der Grenze zu Tschechien war ich von der Kulturbrücke , die einen alten Gutshof als Museum und grenzüberschreitende Kulturinitiative ausgebaut haben, zu einer Diskussion über Energiepolitik eingeladen.
Und grosse Ehre:
gemeinsam mit dem zweifachen Nobelpreisträger Hans Peter Dürr
(Zweifach weil einmal „alternativer“ und einmal „richtiger-nämlich Friedens-“ Nobelpreis).
Einerseits war es sehr inspirierend, einem (unglaublich vitalen, witzig und geistreichen) inzwischen 78-jährigen, der ein Schüler Werner Heisenbergs war zuzuhören, wie er die Kenntnisse der Quantenphysik erläutert.
Und wirklich schlau ist sein Bild der Energiesklaven.
Grundüberlegung:
Unser heutiger Reichtum basiert v.a. darauf, dass wir zur Bewegung, zur Ewärmung etc. Energiesklaven beschäftigen.
Und zwar ziemlich viele, diese aber extrem ungerecht verteilt.
Ein Energiesklave „leistet“ 100 Watt 12 Stunden am Tag.
Und so verteilen sich die Energiesklaven weltweit:

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Unser Umweltproblem besteht also nicht darin, dass es zuviele „lebende“ Menschen (6,5Mrd) auf unserem Planeten gibt, sondern (gemeinsam mit unseren Energieskalven ) bereits 130 Mrd.
Und das ist heute schon zuviel.
Jeder von uns (Europäern, US-Amerikanern) müsste mit ca 10-15 derartigen Skalven auskommen, um annähernd ohne Zerstörung der Biosphäre zu leben.
Da haben wir viel vor.
Übrigens:
Wenn z.B. Ihr Computer stand-by läuft, braucht er ziemlich genau einen solchen Energiesklaven genau dafür

Ein Gedanke zu “Unsere Energiesklaven

  1. Finde ich abstossend. Das Bild der „Energiesklaven“ finde ich eigentlich abstossend. Es suggeriert und soll wohl auch suggerieren, dass Energieverbrauch etwas ganz grundsätzlich und universell Schlechtes, ja etwas ethisch Verwerfliches sei. Über alle Zeiten hinweg und in alle Zukunft… Aber Sklaven sind eben Sklaven, sind eben Menschen. Und „Energiesklaven“ sind eben keine Sklaven, sind keine Menschen. Das ist grundsätzlich mal Fortschritt.

    Dass mit etlichen der heute bekannten und nutzbaren Energiequellen gravierende Nachteile verbunden sind, führt dazu, dass wir uns über die dadurch notwendigen Grenzen der Nutzung Gedanken machen (müssen). Aber das muss nicht in alle Zukunft gültig bleiben. Die ethisch begründete Ablehnung der Sklaverei hat weitaus universellere Gültigkeit.

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