Wien braucht einen 24. Bezirk

Grossprojekte, sonst nicht gerade eine grüne Spezialität, können, wenn gut geplant, eine Stadt wirklich weiterbringen.
Wo soll dieser 24. Bezirk liegen?
Am rechten Donauufer, welches bisher von der Stadt durch Handelskai und Bahn völlig abgeschnitten ist.

Dieser Gemeindebau böte sich als erstes Projekt an:
Im Zuge einer Sanierung könnten statt der Garagen (die nicht unbedingt „Wasserblick“ haben müssen) die Strasse und die Bahn überbrückt werden, und ein wunderbare neuer Stadtteil könnte entstehen.
Wer möchte nicht so einen Blick vom Balkon oder vom Wohnzimmer?

Zusätzlich würde auch die Anrainer, die jetzt schon dort wohnen davon profitieren:
Der Lärm wäre weg, und ein unmittelbarer Zugang zum Grünraum am Wasser möglich.
Der „Bauplatz“ für dieses 24. Bezirk, die ziemlich genau 24km entlang des rechten Donauufers haben vielfälitige Potentiale der Entwicklung.
Hier ist ein weiterer von vielen:

Rechts von den Rollen beginnt die Uferzone-absurd hier nichts zu machen.
Dieser 24 Bezirk, dessen vielfältige Entwicklung sicher 2 Jahrzehnte dauern müsste hätte folgende enormen städtebaulichen Vorteile:
Grün-und Wasserzugang, gleichzeitig aber in zentraler Lage, Bahn-U-und Strassenbahnen sind schon da, und mit dem Fahrrad ist man in ca 15 Minuten im Zentrum.
Um wieviel klüger ist eine derartige Entwicklung, statt am Stadtrand die Suburbanisierung voranzutreiben, die nur noch mehr Autoverkehr und enorme Erschliessungskosten für die öffentliche Hand mit sich bringt.
Ist doch zumindest eine Debatte wert.

5 Gedanken zu “Wien braucht einen 24. Bezirk

  1. Ich habe mich immer schon gefragt, warum die Wiener Stadtplanung so viel Angst vor dem Wasser hat und nicht die Chance nutzt, auch in Wien direkt an das Ufer vorzubauen. Wenn ich denke, wie schön derartige Gegenden in Hamburg, London, Paris, Rom und und und sind. Und ich beziehe da auch gleich den Donaukanal mit ein, der wirklich ein wunderschöner urbaner Lebensraum sein könnte, wenn man endlich mal was draus machen würde.

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  2. schönwaratsdorf mit der idee nach einem 24sten wiener gemeindebezirk zeigt chiristophg chorherr nicht nur als vielseitiger und kluger stadtplanungspolitiker auf, sondern auch als genialer marketingmann. wien 24. ist neben der inhaltlichen idee, auch eine eine der fantastische
    marketingansage, für die sich viele werbe- und kommunikationsagenturen alle finger abschlecken würden (läge ihnen an kommunikation tatsächlich etwas).

    unter diesm titel könnte in der tat eine städtebauliche vision für wien entstehen, für die es sich zu kämpfen lohnt.

    bis zur verwirklichung schlage ich den arbeitstitel „wien 24., schönwaratsdorf“ vor, danach (in anlehnung an die josephstadt den bezirksnamen „24., christophstadt“!

    hold on!!!

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  3. gibt’s zum thema 24.bezirk weitergehende aktivitäten, die über das diskussionsstadium hinausgehen? eine hochinteressante idee, die sich, abgesehen vom städtebaulichen gewinn für wien, auch für private investoren rechnen müßte. wo sonst gibt’s noch freie flächen mit (mehr oder weniger) direkten u-,s-bahn anschluß.
    selbst die autofahrer-lobby sollte man für dieses projekt gewinnen können, wenn man im 1.ug statt 50 60 oder 70 fahren darf.
    ähnliche visionen (überplattung der donauuferautobahn im berich brigittenauer brücke) für transdanubien hat’s vor ein paar jahren auch von övp-seite gegeben, hab aber seither nichts mehr gehört…

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  4. Wien sollte weniger, nicht mehr Bezirke haben Es muss tatsächlich mehr für das Gebiet an der Donau getan werden – stimme den Forderungen hundertprozentig zu. Auch der Donaukanal hat noch erhebliches Entwicklungspotential (derzeit wird er im Bereich des 3. Bezirks hauptsächlich als Hundeklo verwendet, mit Kindern geht man da besser nicht hin). Das das Prrojekt einer Kajakstrecke beim Nussdorfer Wehr aus Kostengründen wieder fallengelassen wurde ist höchst bedauerlich.
    Ob dazu allerdings ein 24. Bezirk notwendig ist, wage ich zu bezweifeln. Ich finde vielmehr, dass es ohnehin schon viel zu viele Bezirke gibt, in denen die sog. Bezirkskaiser (inzwischen haben die Grünen ja erfreulicherweise auch schon zwei) jeweils ihren Schrebergarten nach Gutdünken beackern, bzw. ihr eigenes Süppchen kochen. So gibt es in einem Bezirk ein gut ausgebautes Radwegnetz, im anderen nicht, und mit dem Befahren der EInbahnen ist es ähnlich (bei uns im 3. Bezirk legt sich der Bezirksrad oft quer) (das ist nur ein, und wahrscheinlich nicht einmal das beste Beispiel, aber da fällt halt mir am meisen auf, dass in den Bezirken oft mit unterschiedlichem Mass gemessen wird).
    Wichtiger fände ich also, dass eine umfasendere Perspektive in die Stadtplanung kommt. Wenn die Stadt als ganzes gesehen wird, rückt die Donau ganz automatisch in den Mittelpunkt, und wird dann (hoffentlich) auch entsprechend behandelt.

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