Die Kosten des Krieges

Regierungen können ab einer gewissen Grössenordnung für die absurdesten Vorhaben Geld in Unmengen ausgeben, da sich unter zig Milliarden ohnehin kaum jemand etwas vorstellen kann.
Das ist ein gutes Beispiel, die astronomischen Beträge, die bisher der Irakkrieg gekostet hat „spürbar“ zu machen.
Wieviele Kindergärten hätte man damit bauen können, was hätte dieses Geld im Kampf gegen Hunger oder AIDS gebracht?
Hier zeigt sich zweierlei:
1.) Allein ein Bruchteil des US Rüstungsbudgets könnte weltweit humanitär eingesetzt,Unglaubliches bewirken oder „zu Hause in den US“ spielend jede Energiewende finanzieren.
2.)Es zeigt sich aber auch, wie unheimlich stark die amerikanische Volkswirtschaft ist, die derartige Ausgaben verkraftet.

Ein Gedanke zu “Die Kosten des Krieges

  1. verkraftet? ad 2.) das ist erst mal die frage, ob sie das überhaupt verkraften wird. kurzfristig ja, denn die usa können auf jede menge druckmittel zurückgreifen, um ihre position hoch, bzw. die der anderen niedrig zu halten. aber diese werden nicht immer greifen, und alle notreserven sind irgendwann einmal aufgebraucht – und die konkurrenz wartet schon auf jede schwäche.

    ich glaube, die letzten paar kriege (afghanistan, irak) waren genau ein solches druckmittel. wie russland versucht, durch den blutigen krieg mit tschetschenien ein zerbröckeln des eigenen reiches zu verhindern, versuchen das die amis mit ihrem weltreich. der weltmotor öl muss einfach unter amerikanischer kontrolle bleiben. ausserdem ist der irak-krieg auch gleich ein gutes schaubeispiel für weitere staaten, was mit ihnen passieren würde ((bürger-)krieg), falls sie in versuchung kommen die amerikanische vormachtstellung zu hinterfragen.

    imho sind die versuche der staaten ihre vormachtstellung zu halten vergleichbar mit dem verzweifelten versuch, mit kübeln das wasser aus einem sinkenden boot rauszuschöpfen. momentan funktioniert das noch, weil sich die meisten anderen staaten einfach nicht vorstellen könnten, wie es wäre, gäbe es die usa als weltmacht nicht mehr.

    ein beispiel china:
    die größte gefahr für die usa sind ja nicht irgendwelche terroristen, illegale einwanderer oder ip-theft, sondern china. deswegen, weil china die usa von morgen ist, und die heimliche übernahme hat bereits begonnen. das amerikanische haushaltsdefizit wird ja auch in beträchtlichem maße von diesem staat finanziert, – und zwar weil diese den hauptabnehmer für ihre produkte und den motor für die rasant wachsende wirtschaft nicht verlieren wollen. was aber ist, wenn china irgendwann alternative märkte findet? zb. sich selbst? wenn die amerikanischen zwischenhändler ausgeschalten werden, und der gewinn chinas in china bleibt?

    die staaten haben jetzt also einen ernstzunehmenden konkurrenten, viel ernster als das damals gefürchtete japan mit seinen roboterhaften arbeitsdrohnen. irgendwann – und ich denke, in nicht allzu langer zukunft – kommt der zeitpunkt, an dem die usa in ungnade fallen, und ihren staatus (haha!) als mächtigste nation der welt neu beweisen müssen, anstatt sich auf tradition zu stützen.

    beispiele für den langsamen verfall gibt es zur genüge: der mächtigste automobilkonzern der welt wird schon bald nicht mehr aus den usa kommen (sondern aus japan), und gerade autos bilden ja einen wichtigen teil der amerikanischen kultur (detroit?).

    stellt sich nur die frage, was mit uns (den ami-nahen europäern) passiert, sollten sich die umstände in den staaten einmal grundlegend ändern. oder gleich: was mit der WELT passiert …

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