wieviel geht erneuerbar?

zur einfachen Rechnung::
selbst bei steigendem Energieverbrauch, was nicht „not“ wendig ist, wärs möglich, in absehbarer Zeit fasst die Hälfte des Energieverbrauchs, und 80(!!)% des Stromverbrauches erneuerbar bereitzustellen:

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beide grafiken von erec

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und der Energieverbrauch kann sinken:
Hier zwei österreichische Beispiele, wie ganz „stinknormale Nachkriegsbauten auf Passivhausniveau (minus 95% Verbrauchsreduktion) saniert wurden.


oder vorher: eine der unzähligen Gewerbehallen (meist schlecht gedämmt und ölbeheizt)

und nachher.

wieviel heimische Arbeitsplätze
wieviel eingesparte Energieimporte
wieviel regionale Wertschöpfung
aber auch
wieviel gute Architektur würde es bringen
eine wirkliche politische Offensive für „Passivhaussanierung“ einzuleiten?

3 Gedanken zu “wieviel geht erneuerbar?

  1. gratulation zu ihrer graz-studenten-bautätigkeit in afrika!
    einschlägiges projekt zu passivhäusern: http://www.s-house.at
    authentische erfahrung eines frischgebacknen pelletsheizers und freund von mir:
    im verbrauch ist die heizung günstig, ca 2-3 sack/woche
    einbau ist 2-3x so teuer wie ne normal
    zwar gefördert, doch der förderungsdschungel ist so undurchsichtig, dass man
    manchmal den weg retour antreten möchte.

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  2. Kumulativ also ca. 20%… Aus der EREC Analyse geht hervor, dass sie rund 50% Renewables 2040 für machbar halten, sofern in einer Mehrzahl der Länder weltweit massive Anstrengungen unternommen werden („implementation of the Kyoto protocol, internalisation of external costs for conventional energy supply, ending subsidies to conventional, polluting energy sources and other initiatives“).

    Wenn das weniger bis gar nicht geschieht sollten bis 2040 dennoch rund 25% drinnen sein. Sagt EREC. Und ich nehm jetzt mal nicht an, dass die die allergrössten Skeptiker sind… womit meine anderen Fragen wieder ein bissl mehr ins Blickfeld rücken… es bedeutet nämlich (ohne es jetzt ausgerechnet zu haben, ich schätze nur),
    – dass wir die bis 2040 kumulativ verbrauchte Energie zu 80-90% aus anderen Quellen bereitstellen werden (in den Grafiken die graue Fläche oberhalb der Renewables…).
    – dass Renewables selbst in den positiven Szenarien noch auf 10 bis 20 Jahre weniger schnell „wachsen“ als der Verbrauch (siehe den zunächst noch wachsenden Abstand der Linien in den obigen – optimistischen – Grafiken)

    Aber mir ist schon klar, dass wir hier eine mehr oder weniger öffentliche Diskussion führen und Österreich in einer energiepolitischen Sonderposition ist… auf europäischer Ebene freilich stellt sich die Frage schon massiver: Wie ernst nehmen wir die IPCC Modelle? Wenn wir sie ernst nehmen, dann wird die Menschheit des 21. Jh. der Frage ob Fossil wirklich besser ist als Atom nicht ganz ausweichen können. Ein Grossteil der Umweltbewegung (nicht alle) wird dieser Frage dennoch ausweichen. Trotz IPCC. Für mich traurig, bzw. ein Zeichen von Schwäche: man verlässt sich unterbewusst darauf, dass diese Entscheidungen andere treffen werden, und man kann sie dann dafür auch noch prügeln… entweder als Fossil- oder halt als Atomlobby.

    Aber die Förderung von Renewables bleibt natürlich sinnvoll. Das ist 100% ausser Streit. Und die vorgestellte Politik daher begrüssenswert…!

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