Solarenergie und französischer Käse

it`s the culture, stupid.
Wenn über die Chancen erneuerbarer Energien gesprochen wird, kontern die Skeptiker rasch mit „harten Zahlen“: mangelnde Rentabilität, mangelnde Verfügbarkeit etc.
„Bei uns scheint ja zu wenig die Sonne, aber in der Sahara“ (schon unzählige Male gehört)
Folgende Grafik hab ich aus einer hervorragende Studie:

hier zeigt sich : es geht kaum bis gar nicht um „objektive“ Rahmenbedingungen:
Sonst müsste z.B. in Italien, wo die Sonne deutlich mehr scheint als in Österreich oder Deutschland und die Energiepreise auch deutlich höher sind, die Nutzung der Solarenergie deutlich stärker verbreitet sein als eben Österreich oder Deutschland.
Exakt das Gegenteil ist der Fall.
Weil:
Es geht NUR um Kultur und Politik:
Wie beim Käse:
Ohne jetzt England beleidigen zu wollen:
Diesseits des Ärmelkanals leben ähnliche Kühe, wächst ähnliches Gras, gibt es ähnliche Milch.
Und bitte vergleicht französischen mit englischem Käse.
Its the culture, stupid:
Auch in Österreich gibt es noch deutlichen Nachholbedarf bei Solaranlagen, v.a. in Wien.
Wieviel Öl und Gas könnte in der EU eingespart und in regionale Wertschöpfung (Arbeitsplätze) investiert werden gelänge es „nur“, österreichische Solardichten in ganz Europa zu realisieren.
Der Spielraum der Politik ist sehr sehr gross.
Aber sie debattieren über Atomenergie.

Ein Gedanke zu “Solarenergie und französischer Käse

  1. cc lebt es recht eindrucksvoll vor, wie grüne politik und politikerInnen erfolgreich sein können:

    lebendig sein (wie dieser blog), mutig sein (wie die aktionen in südafrika), glaubwürdig sein (fahrad), …..

    ich habe den eindruck, dass cc einer der wenigen politiker ist, die sich tatsächlich weiterentwickeln und mit der zeit immer besser werden. darin unterscheidet er sich deutlich von der mehrzahl grüner aushängeschilder und „hoffnungsträgerInnen“. ich frage mich nur, welche rolle cc im kommenden nationalratswahlkampf einnimmt bzw. zugeteilt wird. bisher anscheinend keine (mein mediale wahrnehmung). fatal, wenn man an seinen erfolgreichen vorzugsstimmenwahlkampf denkt.

    wenn leute wie cc bei den grünen keine chance auf bundesweite spitzenplätze haben, braucht man sich über ernüchternde wahlerfolge nicht zu wundern. eigentlich ein fall für ellensohn….

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