Südafrika- Bilder und ein heftiger Widerspruch

Fangen wir mit dem Widerspruch an:
dieter schreibt, es wär doch viel schlauer, die Kosten der Flüge einzusparen, und zur Beschäftigung der Arbeitslosen zu verwenden.
Zwei heftige Einwände dazu:
Sparen wir also Kerosin und Benzin usw und sparen wir uns auch ERASMUS-
Austauschprogramme und Exkursionen generell?
Denn was ist dieses Projekt v.a.: Ein Lernen, Kennenlernen, eine glaub ich hervorrangende Ausbildung angehender Artchitektur-studierender einmal den eigenen Entwurf bauen zu dürfen, müssen.
Nocheinmal: Build together learn together ist unser Motto. Und gelernt wird auf beiden Seiten.
Hier u.a. darüber, wie gebaut cwerden kann, dass es im Sommer kühl und im Winter doch angenehm warm ist- ohne Heizung und Kühlung. Und bittschön: Warum sollte ein Student sein ohnehin knappes Geld dann ausgerechnet nach Afrika schicken. Fazit: Es würde einfach nix passieren.
Zweites Argument:
In den letzten Jahrzehnten wurden im Rahmen staatlicher Entwicklungshilfe enorme Summen in diese Länder geschickt (dass an Zinszahlungen ein Vielfaches zurückgeflossen ist , ist ebenfals traurige Tatsache). Die Bilanz dieser „Entwicklungshilfe“ oder wie immer man sie politisch korrekt nennt, ist sehr bescheiden. Vieles ist in korrupten Struktutren abgezweigt worden, viele Projekte sind äusserst zweifelhaft, und verfielen bald nach Errichtung.
Natürlich ist v.a. eine andere Weltwirtschaftspolitik gefordert, um gerechtere Lebenschancen zu ermöglichen. Aber daran beissen sich grad ein bisschen mächtigere Institutionen die Zähne aus, als ein Wiener Kommunalpolitiker und ein paar Dutzend Architekturstudent/innen
Hier wird kein Geld irgendjemand in die Hand gedrückt.
Es wird unglaublich (und bewundernswert) viel, organisiert und hart gearbeitet sehr viel gelernt und ausserdem haben in ca 3 Wochen dann ein paar Hundert Kinder ihren Tagesaufenthalt nicht in einem Blechshack sondern in einem viel kindergerechteren Umfeld.
Nein: „Bleib ma z` haus“ ist keine Alternative.
Und hier ein paar Fotos, die zeigen sollen, was in ca 2 Wochen schon passiert ist.
Bilder FH Kuchl



Bilder TU Graz

Bilder TU Wien


3 Gedanken zu “Südafrika- Bilder und ein heftiger Widerspruch

  1. ich kann dieter nur heftig widersprechen, denn entwicklungspolitik ist keine einbahnstraße. natürlich wären die teuren reisekosten als almosen im sinne der klassischen entwicklungshilfe effizienter eingesetzt. diese frage haben wir uns auch schon gestellt – und anhören müssen.

    aber die almosenpolitik führt nirgendwo hin, außer in tiefere abhängigkeit. entwicklungshilfe abschaffen!

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  2. „Bleib ma zhaus“… … ist sicher keine Alternative. Das hat auch ein bisserl was mit der hier schon mal geführten „Retro“-Debatte zu tun. Das Heil liegt nicht im Nichts-Tun und schon gar nicht in der Vergangenheit. Der verklärte Blick zurück ist aber gerade auch für Grüne eine immer gegenwärtige Gefahr. Gings der Umwelt früher doch auch irgendwie besser, oder? Wir müssen aber die Vergangenheit kennen, ausgerüstet mit diesem Wissen die Gegenwart aktiv bewältigen, dabei immer wieder scheitern, und dadurch ein bisschen für die Zukunft lernen… die Aktiven haben also recht, und zwar selbst dann, wenn sich ihr Tun im Nachhinein als „falsch“ erweist.

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  3. http://www.KLIMAWANDEL.com HEY, WIR WOLLN DIE EISBÄREN SEHN !

    Und das werden wir möglicherweise auch bald…
    Wenn so in dreißig bis vierzig Jahren ideale klimatische
    Verhältnisse für die Ansiedlung bzw.Vermehrung der
    Eisbären in Mitteluropa herrschen, kann dieser Wunsch
    bald in Erfüllung gehen. Dann haben Schüssel endlich
    RICHTIGE Arbeitstiere (nämlich die Eisbären) zur
    Verfügung und müssen nicht mehr versuchen die
    denkende Bevölkerung zu mehr „Leistung“ nötigen.
    Grins !

    WIR HAM DIE EISBÄRN SO GERN…

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