schi-foan

Das Beste, das ich seit langem zum Skifahren gelesen hab:
Jedes Jahr ist es das Gleiche. Wenn die Arbeit stoppt, springen die Familien in ihre Kombi-Audis mit Allradantrieb. Zusammengequetscht zwischen Kleidersäcken und Skibags stehen sie geduldig von Wien bis Vorarlberg, von Baden bis Kärnten im Stau, behämmert von der gnadenlos guten Katastrophenlaune des ORF.
Morgens um acht dann stehen sie in riesigen Schlangen an jenen surrenden Transformations-Maschinen, deren Architektur an eine Mischung aus Schlachthof und sozialistischer Gesamtschule erinnert. Österreich, so versteht man plötzlich, ist ein Land der totalen Dichtbesiedeltheit….
Oben angekommen sprechen sie rasend in ihre grünglimmernden Klapphandys und stürzen sich sogleich einen Hang hinunter, bei dessen purem Anblick mir der Angstschweiß ausbricht. Unten geht es gleich wieder in die Mühle. ..

Die Großkultur des Skifahrens ist von der Idee des Fließbands durchzogen, von Fördertürmen, Materialtransport. Hier, in den Bergen, befindet sich die geheime Industriemaschine Österreich, das Ruhrgebiet in der Vertikalen, ein Bergwerk des Vergnügens. …
Gleichzeitig hat das Ritual etwas Mittelalterliches und Militärisches. Rüstungen klappern, Harnische werden angelegt, Visiere geschlossen. Und danach bukolische Mengen von Bier und fleischlichen Kalorien vertilgt. Mittelalterliche Industrialität – ist das das österreichische Geheimnis?

der ganze Artikel hier: horx

2 Gedanken zu “schi-foan

  1. http://www.KLIMAWANDEL.com Oida ! / Oide ! Ur steil ! Aber: Dem Teuro sei Dank kommt dann nach dem
    Skiurlaub mehr oder weniger köstlich zubereiteter Fensterkitt auf die
    heimischen Tische ! Zuwenig beachtet werden die Kosten der Anreise.
    Auch kommen zuwenige Gäste mit dem Zug (ausser St. Anton kenne ich keine wichtigere
    Destination in Österreich, die mit dem Zug gut erreichbar ist) Österreich hatte zB. Verluste
    an deutschen Gästen. Der Mix aus Benzinpreis und Teuro hat es den Menschen eben
    leicht gemacht, sich nicht dafür zu entscheiden, Mahlzeiten in Form von Fensterkitt zu sich
    zu nehmen…

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  2. was will ich es ist tasächlich an der zeit das wolferl ambros`sche „schieeeeeee foan foan foan!“ in frage zu stellen. also, los gehts:

    was montier i wann?
    und wo montier i`s hin?
    und wer begibt sich dann?
    wohin?
    in wos für a tal?
    an wos für an see?
    was is wo so leiwand, was is wo so wunder schee?

    sog, wos wü i?

    und was staubt dann?
    und was scheint dann?
    wer hat was in wen vereint?
    wo steh i?
    und wo schau i hin?
    wiea fühlt sich a jeder und wiea glücklich fühl i mi?

    sog, wos wü i?
    sog, wos wü i?
    sog, wos wü i?

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