Ergebnis Vorzugsstimmen: DANKE!!

Freu mich sehr über ein tolles Vorzugsstimmen ergebnis (ganz Wien).
3415
Das ist das beste Ergebnis aller, die nicht Spitzenkandidat/in sind.
V.a. der Vergleich mit allen Regierungsmitgliedern der SPÖ freut mich.
Und alles nahezu ausschliesslich über dieses weblog und Mundpropaganda.
Kein Plakat, kein Inserat, keinerlei „Schnickschnack“
„Bloss“ Inhalt pur.
Bin sehr erfreut und ermutigt.
Nochmals danke
Hier die Vorzugsstimmen genauer:
Grüne:
Vassilakou: 4518
CC: 3415
Ellensohn: 969
Pilz: 565
Vana: 541
Korun: 511
Ringler: 504
Jerusalem: 425
Schreuder: 365
Rabenstein: 377
Gretner:264
Maresch: 240
Sommer-Smolik:238
Margulies: 143
SPÖ:
Häupl: 11 168
Laska: 1359
al Rawi: 2775
Brauner:722
Sima:711
Rieder:639
Rudas:529
Wehsely:509
Feymann:410
Yilmaz:308
Schicker: 138
Mailath:116
VP:
Hahn: 4276
Kugler Lang (radikale Abtreibungsgegnerin): 2413
Tschirf:562
Ekici: 426
Kenesei: 143
FPÖ:
Strache: 6086
Schock: 356
alle Vorzugsstimmen: hier

15 Gedanken zu “Ergebnis Vorzugsstimmen: DANKE!!

  1. das sollte zu denken geben hoffentlich denken die wiener grünen darüber ein bisschen nach.
    das cc mit minimal-aufwand mehr als 3mal so viele stimmen wie der an jeder ecke plakatierte ellensohn bekommt, muss doch ein zeichen sein. überhaupt sollten sich die grünen überlegen ob sie wirklich ein campagning a la „ein fall für ellensohn“ machen wollen. ellensohns weblog ist ein witz: inhaltsleeres hinbeissen auf alle mitbewerber, und platitüden die nichts aussagen. formal erinnert das ellensohn-weblog ja scon fast an ein grasser-interview.

    auch von mir gratulation an cc und ich freu mich, dass meine vorzugsstimme ein klein wenig dazu beigetragen hat, dass cc hoffentlich wieder mehr politisches gewicht bei den wiener grünen bekommt!

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  2. Gratulation Lieber cc, freu mich zum guten Vorzugsstimmenergebnis beigetragen zu haben! Beste Grüße
    Dankwart

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  3. Mein Senf Eine Vorzugsstimme haben sie von mir, weil sie meiner Meinung nach engagierte und praktische Stadt- und Umweltpolitik betreiben. Sie haben unter anderem die Peak-Oil-Problematik angesprochen, was wirklich mutig ist. Denn davon wollen die meisten Autofahrer einfach nichts wissen. Stattdessen halten sie die Ölkonzerne, die Regierung, Bush, Spekulanten oder sonstwen für hohe Ölpreise verantwortlich. Aber dass der motorisierte Individualverkehr eine gigantische Menge an Energie braucht, deren Nachschub nicht gesichert ist, das will keiner wahr haben.

    Leider haben die grünen Spitzenkandidaten diesen Mut nicht, oder jedenfalls kommt von einer Umweltpolitik, die Autofahrer einfach treffen muss, nichts bei den Wählern an. Ich kenne Wiener, die stolze und begeisterte Geländewagen-Besitzer sind und sich trotzdem als Grüne bezeichnen. Die Grünen sind also für viele wählbar geworden. Aber leider oft nicht, weil diese Neo-Grünen überzeugt wurden, sondern weil die Grünen an Profil verloren haben.

    Die angeblich mutigen Forderungen sind bei näherer Betrachtung Allerweltsthemen. Jede Woche outet sich in Deutschland ein etablierter Politiker als homosexuell und es regt keinen mehr auf. Diejenigen, die sich früher furchtbar über die Homo-Ehe aufgeregt haben, stehen dem heute tolerant aber gleichgültig gegenüber. Auch die Grundsicherung wurde in meinem Umfeld von niemanden ernst genommen. Und Bildungspolitik kann man nur bei konkreten Anlassfällen vermitteln und sich einen guten Ruf aufbauen, was den Grünen auch sehr gut gelingt. Bei den Wahlen sind dann aber immer alle für Bildung.

    Zum Erfolg der FPÖ: Ich habe gestern eine Wette gewonnen. Ich hatte sowohl Grün als auch FPÖ bei 15% gesehen. Meine Mit-Grünen hielten mich für verrückt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Grünen spreche ich aber auch mit FPÖ-Wählern. Viele andere verschließen sich da von vorneherein jeglicher Diskussion. FPÖ-Anhänger werden da schnell mal als brauner Bodensatz usw. bezeichnet. So schreckt man diese Leute aber nur ab. Es kommt keine Diskussion zustande und die Illusion besteht, dass eh keiner mehr den Strache wählt. Aber wenn man nicht mit FPÖ-Wählern spricht und ihnen nicht zuhört, dann wird man sie auch nicht überzeugen können.

    Und so waren die Argumente von Strache-Gegnern zum größten Teil Selbstbeweihräucherung. Die Argumente der Strache-Anhänger sind nicht mehr die der 1995er Haider-FPÖ, also plumpe Ablehnung von allen Ausländern, Aufzählungen von unwahren Horrorstatistiken und Schilderungen von Einzelfällen von Asylmissbrauch usw. Stattdessen ist die Debatte über Parallelgesllschaften, die in anderen Ländern aufgekommen ist und dort breit disktuiert wird, auf uns übergeschwappt. FPÖ-Anhänger sprechen heute, wer hätte das je gedacht, von Gleichberechtigung, Menschenrechten usw. Die FPÖ hat das Thema jedenfalls aufgegriffen, ohne allerdings sinnvolle Lösungen anzubieten. Wie üblich haben sich alle anderen wegen ihrer alten Anti-Haider-Reflexe nicht über das Thema rübergetraut und damit Strache das Feld überlassen.

    Wir alle kennen und ärgern uns über idiotische Unterstellungen und Mythen, wie dass die Grünen Türkisch als Pflichtfach einführen wollen usw. Solche Argumente beeindrucken uns nicht. Umgekehrt kann man mit Aussagen von diesem Schlag auch keinen FPÖ-Wähler überzeugen.

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  4. Da schließe ich mich an: Herzlichen Glückwunsch!

    Die Bewertung der Wahlergebnisse fällt schwer: Zu Ihren Ergebnissen könnte man sagen: Authentizität und Inhalt sind gefragt. Leider ist auch das Gegenteil in Wien Realität: mit Populismus und Phrasen kann man auch Wähler gewinnen. Bleibt zu hoffen, dass die Wähler auf Dauer sehen, dass man mit Sprüchen keine konstruktive Politik machen kann.

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  5. 5 Minuten für vorzugsstimme Ich gratuliere den Grünen zum Stimmenzuwachs. Das langsame Wachstum der Grünen interpretiere ich (einfach aus dem Bauch heraus) als Zeichen für solides Wachstum.

    Ich nehme an, dass die Abgabe der Vorzugsstimme ein bisschen mit dem Bildungsniveau des r jeweiligen Wählers in korrelliert. Bin selbst Akademiker und fand es sehr schwierig, die richtigen Namen einzusetzen. Meine Frau (Medizinstudentin) hat nach 3-4 Minuten Grübeln aufgegeben, und ihre Vorzugsstimme im Bezirk nicht abgegeben.

    Bin über das FP-Ergebnis einerseits enttäuscht, weil soviele Menschen in Wien das Spiel mit den Ängsten nicht durchschauen. Anderseits denke ich, dass dieses Ergebnis auch als Indikator dafür dient, dass die Angst vor Fremden ein wichtiges Thema ist, sich auf gewisse Bezirke konzentriert und daher prioritär zu behandeln ist. Ich denke, dass die Grünen hier weiterhin Handlungsbedarf haben.

    danke für die grüne Arbeit!
    geirrt@gmx.at

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  6. Als die Wiener Grünen bei den Koalitionsverhandlungen mit der ÖVP nach der letzten
    Nationalratswahl Van der Bellen das Leben schwer gemacht haben,
    hab ich mir geschworen bei der nächsten Wahl in Wien die Grünen nicht mehr zu wählen.
    Ich hab mich gestern dann doch durchgerungen die Grünen zu wählen, allerdings mit einer
    Vorzugsstimme für CC. Es freut mich sehr dass ich nicht der Einzige war und ich denke
    dieses Ergebnis sollte dem allzu linken Flügel in der Partei zu denken geben.

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  7. gratuliere! lieber christoph,

    freut mich sehr, dass du soviele vorzugsstimmen erhalten hast.. deine gute arbeit macht sich bezahlt. bin zwar schwer enttäuscht, was das gesamtergebnis betrifft, aber trotzdem toitoi – und es freut mich, dass du dein blog weiterführen wirst.

    christian

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  8. Glückwunsch Vorweg auch Glückwünsche meinerseits.
    Was in der Nach- Wahl – Berichterstattung des öfteren Angsprochen wird und vielleicht
    ein Grund war, warum die Grünen statt eines mittelmäßigen Wahlerfolges (ich möchte die
    Leistungen in der Josefstadt und in Neubau keinesfalls schmälern) nicht größere Zugewinne
    verzeichnen konnten, ist, dass die Grünen in letzter Zeit ein wenig an Ecken und Kanten
    verloren haben. Die Grünen waren immer bekannt für mutige Ideen und werden dies auch hoffentlich
    wieder werden. Umso deutlicher sehe ich diese Botschaft in der Verteilung der Vorzugsstimmen,
    bei der der für seine inovativen Ideen und Projekte bakannte CC wiedereinmal ein großartiges Ergebnis
    zu verzeichnen hat. Ich sehe dies als Botschaft mutig und kritisch zu bleiben und dies auch zu artikulieren.
    mfg
    stefan
    stefa.nk@gmx.at

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  9. freu mich sehr dass sehr viele Grünwähler offensichtlich einen pragmatischen aber kantigen, umsetzungsorientierten und sachpolitischen Kurs unterstützen.

    Gratulation lieber Christoph,
    G.

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  10. weiter so ich schätze ihre arbeit sehr und freue mich mit ihnen, dass sie soviele vorzugsstimmen lukriieren konnten.

    machen sie weiter so! damit die grünen wählbar bleiben und nicht ideel abdriften…

    beste grüsse
    mr

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  11. Die alte Schule Die Grünen haben ein gutes Image, welches sich aber schnell wieder abnützen könnte. Waren es damals die Aktivisten/Chaoten, so ist es jetzt eher eine intellektuelle fortschrittliche Partei. Es zählen Sachargumente mehr wie Populismus. Ich erinnere an frühere Plakate und auch am damaligen „Rotationsprinzip“. Es sollten Inhalte und nicht Personen im Vordergrund stehen.

    Noch profitieren die Grünen von diesem „alternativen“ Image, aber der Wiener Wahlkampf war schon sehr angepasst, so wie die anderen Parteien. Die Überlegung war wohl, dass man ein Stück „Seele“ verkauft, dafür aber ein gutes Ergebnis einfährt. Es hätte funktionieren können, hat aber nicht. Die Konsequenz sollte sein: Back to the roots. Die Bundesgrünen sind mit VdB deshalb auch so erfolgreich, weil VdB authentisch, selbstkritisch und ehrlich rüberkommt. Die Grünen sollten also wieder alternativer werden.

    Lieber CC, auch dich würde ich alternativ einschätzen, also ehrlich, offen und die eigene Meinung vertretend, auch wenn es nicht populär erscheint. Darum auch der Erfolg!

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  12. Herzlichen Glückwunsch! Möchte trotzdem nur anmerken, dass Ihr Name doch öfters im Fernsehen im Orf
    gefallen ist. Das ist natürlich auch Werbung. Es wurde sogar einmal auf Ihren Webblog
    hingewiesen.
    Ihren Wahlkampf finde ich aber sehr bemerkenswert, da es um konkrete Inhalte ging
    und nicht um Aufsagen von Wahlkampffloskeln. Daher haben Sie auch meine
    Vorzugsstimme erhalten!

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  13. meinen glückwunsch. das ergebnis zeigt, dass inhaltliche arbeit rein ideologische positionierung letztendlich aussticht. wenn schon nicht an der „basis“, dann wenigstens dort wo’s wirklich zählt: beim wähler.

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