ruinierte „Freiräume“ in Wien (2)

unser erster Ausflug hat zu den Gasometern geführt.
Jetzt gehts zur Wienerbergcity, einem weiteren Vorzeigeprojekt jüngerer roter Stadtplanung.
Dort stellt sich der „Freiraum“, die schlichte Fussgängerperspektive so dar:

oder so

oder so

das wäre die „attraktive“ Anbindung an den öffentlichen Verkehr.Irgendein verhungerter Bus der irgendwohin führt.
Da erkennt man, was starke (Grundstücks-)Interessen durchsetzen vermögen: Ein riesiger neuer Stadtteil ohne U-Bahn oder auch nur Strassenbahn anschluss.
Besonders aussagekräftig ein Kinderspielplatz; hier erkennt man, was der Stadtplanung wichtig , und was ihnenn völlig egal ist.

Bei folgendem Bild wird man mich der Polemik zeihen; zu Unrecht. Bin schlicht zufuss eine Runde gegangen, und beim „Freiraum“ für die Schule vorbeigekommen.

Noch einmal: Das aussen des Hauses ist das innen der Stadt.
Was ist das für eine Regierung, die so eine Stadt baut?
PS:
Danke für die Vorschläge für weitere „Freiraumausflüge“, die schon eingegangen sind.
Weitere Ideen sind sehr erwünscht!
c.c.

6 Gedanken zu “ruinierte „Freiräume“ in Wien (2)

  1. Dabei wäre es gar nicht so schwer. Ein kurzer Spaziergang durch die Wiener Innenstadt würde genügen, um zu zeigen, was eine Stadt „begehenswert“ macht. Das soll gar kein Schwelgen in der damaligen Zeit sein, aber irgendwie hatte man vor 100 und mehr Jahren scheinbar mehr Gefühl für Stadtplanung. Gewachsene Strukturen, Kleinteiligkeit, Überschaubarkeit, definierte Plätze und Straßenzüge, ja, auch eine gewisse Behaglichkeit spendende Enge (man denke an schmale Gassen) fußgängerfreundliche Sockelzonen (Geschäfte, Fenster, ..), das alles sind Begriffe, die heute abzugehen scheinen.

    Leider wird diese Thematik sehr stiefmütterlich behandelt und ich bin froh, daß wenigstens Sie sich damit befassen und ein wenig in die Öffentlichkeit rücken.

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  2. Wienfluss -Diskussion Unsere Aufgabe , als große Wienfluss Fanatiker , ist es den Wienfluss Radweg zumd. bis zur Kennedybrücke direkt im Wienflussbett durchzusetzen.
    Die Idee mit dem Wienfluss Radweg finde ich persönlich sehr gut, da ich mich schon länger ,trotz der Absage von der SPOE um dieses Projekt bemühe.
    Dieses Projekt ist eine einzigartoge ökologische Chance für Wien , die man endlich um setzten muss.
    Die Idee vom eingehängen Radweg finde ich schlecht und sie ist nicht über all notwenig. Der Sinn dieses Projektes muss es sein, den Wienfluss den Menschen näher zu bringen, wie es bereites zwischen Hütteldorf und Hadersdorf der Fall ist.
    Der Wienfluss Rad- Spazierweg kann aufjedenfall bis zur Kennedybrücke direkt im Flussbett sein oder auf einer ca.2m Anhöhe ( Schutz vor laufenden Hochwässer, Gefahr nur bei 10 Jährigen HW).Oder überhaupt auf keiner Anhöhung und man setzt die Idee von den Blinkanlagen fort, leider ist es nicht möglich den Wienfluss so zu betreten, dass jeder für sich selbst veranwtortlich ist.
    Das würde den Fluss näher bringen und läd auch zum verweilen ein.

    Was man unbedingt machen muss:
    – Renaturierung des gesamten Wienflusses von Hütteldorf ( Nikolaibrücke) bis zur Einmündung in den Donaukanal
    – Radweg direkt im Wienflussbecken bis Kennedybrücke
    – wenn möglich sogar die ganzen Strecke aber den Radweg auf einer Gewissen Anhöhe bauen
    – leider sind viele Plakate im Wienflussbecken ( Werbung für Radweg) von der OEVP heruntergerissen, bitte hängen SIE neue auf, dass ist ganz wichtig. ( Es soll oben stehen für Renaturierung und Ausbau des Radweges)

    Die Renaturierung ist die Pflicht für das Wienflussprojekt:
    – 16 km natürlicher Flusslauf mit Insel, Selbstreinigung, Bäumen, Sträucher, Pflanzen etc,…
    – 16 Ufervegetation
    – 16 km Bäume ( Säulenpappeln, Weiden,etc…)
    – die Seitenmauern müssen begrünt werden ( Rückzugsort für viele Tierarten
    – 16 km Austreifen der den Wienerwald mit den Donauauen verbindet
    – neue Flora und Fauna
    – neue ökolgische Route für viele Tierarten
    -16 km Grünstreifen und “ Allee“ ( durch beidseitige Baumbeflanzung)
    – 16 km Langlaufloipe im Winder ( das wäre der Hit)

    Der Wienfluss ist für den Menschen nur dann eine neue Erholungsmöglichkeit ,wenn der Radweg direkt im Wienflussbecken ist
    Der Mensch würde ein neues Naturjuwel von Wien erleben ,wie es bereits jetzt bis Hütteldorf der Fall ist.
    DER WIENFLUSS MUSS RENATURIERT WERDEN UND DEM MENSCHEN NÄHER GEBRACHT WERDEN!!!!

    Ich bedanke mich schon im Voraus für ihre Anwort und
    verbleibe mit freundlichen Grüßen Christian Roitner

    DIE GRÜNEN MÜSSEN FÜR DEN WIENFLUSS RADWEG UND DIE GESAMTE RENATURIERUNG DES WIENFLUSSES KÄMPFEN UND DARIN SICH EINIG SEIN, DASS DER RADWEG BIS HIETZING DIREKT IM WIENFLUSSBECKEN SEIN MUSS. DAS BECKEN IST BIS HIETZING AN DEN MEISTEN STELLEN BREITER, ALS DIE GESAMTE AUHOFSTRECKE, DAHER SOLLTE DAS KEIN PROBLEM SEIN!!!!

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  3. diese diskussion gefällt natürlich auch uns „frei-geherInnen“ sehr gut. und neben den positiven und negativen extrembeispielen (wirklich schade, dass dabei aktuelle wohnbauprojekte am negativen pol anzufinden sind) gibt es die großen städtischen graubereiche im wahrsten sinne des wortes. gestern abend z.b. bei einer interessanten grätzeldiskussion über die nahversorgung in der hetzendorferstrasse (organisiert von den meidlinger grünen, aber darum geht’s hier nicht). frustrierte geschäftsbesitzer, die nach fünfzehn jahren erfolglosem kampf bereits nah am aufgeben sind – allein im letzten jahr haben wieder acht geschäfte zugesperrt. aber es gibt auch diejenigen, die sich noch engagieren wollen und hoffnung haben, und am ende setzen sie sich durch:sie wollen sich für lokale werbemaßnahmen vernetzen, die stärken der lage (wachsende wohnbevölkerung durch neubauten, wenig konkurrenz, neue lokale im bereich des schlosses) nützen und noch einen gemeinsamen anlauf für schrittweise wiederbelebung unternehmen. ich habe einen riesigen respekt vor diesen leuten bekommen, die oft seit jahrzehnten den für sie ungünstigen megatrends standhalten und ein stück stadt am leben halten.

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  4. Beeindruckend. Stimmt, ich kann mich erinnern wie ich früher öfters bei
    Unilever war, das „Vorzeigeprojekt“ Wienerbergcity ist eine einzieg Katastrophe
    wenn man sich entschliesst öffentlich dorthin zu fahren und danach per pedes
    weiterzubummeln. Ich hab mich dort sehr unwohl gefühlt.

    Ja bitte weiter mit offenen Augen durch Wien gehen und uns die Augen öffnen!
    Wienerbergcity: der 65er wäre so nahe, mit ihm is man in ein paar Minuten in der
    Stadt, aber was is? er verendet noch immer beim Eisring Süd, stattdessen wird man mit
    dem neuen 7B nach Meidling verfrachtet..?

    Es gibt viel zu tun in Wien, das sieht man an den Fotos.
    Hab noch nicht alles gelesen auf dem Blog, aber ein Besuch im 22. lohnt sich
    sicher! Wenn ich an den 22. denke, denke ich an Riesenstrassen, extreme
    Distanzen ohne gscheite Öffis und Megaeinkaufszentren, wo man nur mit dem MIV
    hinkommt. Und jede Menge unsympathischer Großsiedlungen.
    Will man sich dort ohne Auto fortbewegen gibt es fast nur Buslinien, Schnellstrassenbahnen
    (obwohl mehr als genug Platz für eigene Gleiskörper) gibt es praktisch nicht.
    Wenn man über die Donau will, muss man zur U1 (das dauert oft laaaaange).
    Die S80 kann man gleich vergessen, die fährt selten und endet am Südbahnhof.
    Der bevölkerungsreichste Bezirk ist öffitechnisch pures Entwicklungsland.
    Der Donaustädter nimmt angesichts dieser Umstände gerne sein Auto und steht
    dafür auch in den täglichen Megastaus. Ich kanns ihm auch nicht verübeln und ich
    bin froh, dass ich diesseits der Donau wohnen kann.

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  5. Monte Laa & Co Monte Laa: Auch dort war ich vor kurzem – also bin durchgefahren in Richtung Kurzentrum.
    Da baut man riesige Gebäudekomplexe hin aber kein ordentlicher Anschluss
    an das öffentliche Verkehrsnetz. Und wieder ist man dort besser bedient
    wenn man das Auto benutzt. Dabei wäre es doch sicher nicht beseonders
    aufwendig eine Schnellstrassenbahn dorthin zu bauen. Allerdings: diese
    würde maximal bis zur U1 fahren. Direkte Anbindung ans Zentrum Fehlanzeige…

    Seitdem ich auf diesem Weblog bin, fallen mir 100te Szenen zum Thema
    „Bonjours tristesse“ in Wien ein – oder Chancen im öffentlicher Raum vergeigt..
    – Die Burggasse (2 spurige Strasse mit engen Gehsteigen, Geschäfte spärlich)
    – Die Neubaugasse (ned viel besser)
    – Die Gumpendorfer Strasse
    – Operngasse
    – Margaretenplatz (sieht zwar nach Highlight des 5ten Bezirks aus, aber muss
    enormen Verkehr verdauen)
    – Margaretenstrasse (da tut sich zwar offensichtlich einiges was Geschäfte und Lokale
    betrifft, aber der eh schon enge Gehsteig muss auch noch eine Radspur verkraften,
    die Verkehrsfläche ist dicht verparkt, auf der Fahrbahn staut es sich ohne Ende, der
    Bus verhungert im Stau)
    etc…
    Man kann natürlich sagen, dort is halt kein Platz, die Strassen sind nunmal eng, aber
    für mich sind es Beispiele für Strassen, die komplett dem MIV überlassen wurden
    und auch so unwohnlich aussehen. Gute öffentliche Verkehrsmittel sind eher Fehlanzeige
    ausser vielleicht dem 48A seitdem er eine eigene Busspur hat.
    Ich sage, dort ist viel Raum für Verbesserungen!

    Ebenfalls ein Beispiel für Verschlechterung ist für mich die Landstrasser Hauptstraße.
    Da hätte man echt Chancen gehabt was draus zu machen im Zuge der Bau der U3.
    Aber die Einstellung der Tram und damit die Abtrennung der Strasse vom Rest von Wien
    (wohin kommt man schon mit dem 74A ohne x-mal umzusteigen?), haben der Strasse
    vieler Chancen beraubt. Mit der Tram (Linie J z.B.) hätte man die Strasse umgestalten und insgesamt
    stark aufwerten können. Hier wäre Platz genug gewesen, den öffentlichen
    Raum auszugestalten. So aber verödet das Ding nach dem Rochusmarkt…

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  6. Prinzipiell bin ich mit den Artikeln und er Stossrichtung von Herrn Chorherr einverstanden, aber als Anrainer der WBC muß ich leider auch feststellen das Herr Chorherr anscheinend ein wenig selektiv – um nicht polemisch zu sagen – seine Photos bzw. deren Ausschnitte wählt.
    Als Beispiel hier das letzte Photo als Freiraum der Schule bezeichnet. Es stellt die Garagenabfahrt zweier Gebäude dar, das sich am östlichen Rand der Sportanlage der Schule befindet. Links der Zaun ist das Ende, dahinter, das mit den gelben Spielgeräten ist dar Garten des Privatkindergarten im EG des linken Gebäudes dahinter, das östlich neben der Schule liegt.

    Ich als Schüler wäre frohn gewesen um eine Laufbahn, Sprunggrube, Spielplatz (nur für die Schule) … (all das ist eigentlich links neben dem Bild)

    Umweltbelastender als z.B. die Grünbergstraße, die neben dem Schulsportplatz Wackerplatz vorbei führt kann unsere Garagenabfahrt auch nicht sein.

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