Wien: 3 x Schlusslicht

Neue Jobs wählen, plakatiert die Wiener SP und meint sich selbst.
Die Job-Bilanz Wiens (verglichen mit den andern Bundesländern) der letzten 10 Jahre ist beschämend.
1.) Nirgendwo in Österreich ist die Arbeitslosigkeit so hoch wie in Wien
(Wien: 9,8% – Ö Schnitt: 7,1%)
2.)Nirgendwo in Österreich ist die Arbeitslosigkeit (1995-04) stärker als in Wien gestiegen (Wien:2,5% – Ö Schnitt:0,5% – Wachstum in Prozentpunkten)
3.)Nirgendwo in Österreich ist die Wirtschaft (gemessen in realer Bruttowertschöpfung) langsamer als in Wien gewachsen
(Wien:1,4% – Ö Schnitt:2,1%),Zeitraum 95-03.
„Gut verwalten“ sollte ein bisschen mehr sein, als den Müll ordentlich wegräumen.

Ein Gedanke zu “Wien: 3 x Schlusslicht

  1. Ich hab leider auf die schnelle keine neueren Zahlen auf Gemeindeebene gefunden:

    1991 – 744.449 Beschäftigte
    2001 – 821.458 Beschäftigte

    + 76 907
    + 10,3% bei den Beschäftigten

    http://www.statistik.at/blickgem/az5/g90001.pdf

    Die Wohnbevölkerung

    1991 – 1 539 848
    2001 – 1 550 123

    plus 10 275

    Somit hat sich zumindest bis 2001 die Zahl der Beschäftigten wesentlich mehr gesteigert
    als die Bevölkerung. Wenn die Arbeitslosigkeit trotzdem steigt bedeutet dies wohl entweder
    mehr Pendler aus NÖ/Bgld die auf den Wiener Arbeitsmarkt drängen oder eine höhere Erwerbsquote in Wien

    Natürlich ist die Arbeitslosigkeit ZU hoch, trotzdem stimmt es einfach nicht wenn man behauptet es würden keine/wenige
    neue Arbeitsplätze in Wien geschaffen. Auch ist es klar, dass die Jobaussichten in ganz Ostösterreich
    Einfluss auf die Arbeitslosigkeit in Wien haben, je schlechter es am Land aussieht desto
    mehr zieht es nach Wien (Pendler) und auch die Zahl der Arbeitslosen (Verdrängungseffek) muss in Wien steigen.

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