Österreich – weit hinten

Am Mittwoch setzen sich die Alpbacher Reformgespräche mit Fragen der nachhaltigen Entwicklung, der europäischen Wirtschaft und dem sog. „Lissabon Prozess“ auseinander.Ich habe die Ehre, dabei mit Gusenbauer, Leitl, dem
Präsidenten des Gewerkschaftsbundes und anderen zu disdkutieren.
EIne gute Gelegenheit, einige Graphiken aus Richard Floridas und Irene Tinaglis Studie „Europe in the Creative Age“ aus 2004 europe_in_the_creative_age_2004 (pdf) heranzuziehen.
Die folgenden beiden Beispiele zeigen: Österreich hinkt nach, was den Ausbau DER wichtigsten ökonomischen Sparte, der“Creative class“, betrifft.

Wir haben zuwenige Studierende, zuwenig Menschen, die in diesem Bereich
arbeiten, zuwenig Patente, zuwenig Forschung, kurz: zu wenig von allem, was eine „creative economy“ braucht.
Und diese Grafiken zeigen auch: Es sind kaum die grossen Länder, die
hervorragend dastehen, sondern Länder in der Größe Österreichs, die dominieren: Schweden, Finnland, oder der Aufholer Irland.

Und was hier für ganze Länder beschrieben ist, trifft v.a. auch Wien zu.
Nur, wenn in diesen Bereich des „Wissens“ investiert wird und die drei Ts (talent, technology, tolerance) ernstgenommen werden, dann hat die Politik ihre
Aufgabe erfüllt.
Weitere Informationen zu Richard Florida finden sie auf der creative class Website.

Ein Gedanke zu “Österreich – weit hinten

  1. zu den führenden Ländern – wenn sich sich anschauen wer für die guten Werte in Finnland und Schweden
    verantwortlich ist werden sie feststellen, dass deren Vorsprung im wesentlichen durch eingie wenige Großunternehmen
    in der Telekommunikation begründet ist (konkret zB in Finnland Nokia). In Irland ist sicher das Steuerdumping (aus ihrer Sicht
    vermutlich nicht der richtige Weg) ein Mitgrund für den derzeitigen Boom (neben EU Geldern). Bei der Bildung gibt es in .at
    sicher Defizite, nur leider liegen die nicht im Verantwortungsbereich der Länder/Gemeinden (man vergleiche nur die
    Ausstattung von Landes- mit Bundesschulen). Wie sieht ihr konkrete Vorschlag aus in diesem Bereich auf Wien-Ebene
    etwas zu ändern? Diverese Technologieparks gibt es sowieso schon (Techgate, Biocenter St. Marx), höhere Bildung ist
    weitgehend Bundessache, Rahmenbedingungen zur Ansiedlung von Großbetrieben ebenso (mal abgehen von
    Infrastruktur, da hat sich jedoch in Wien in den letzten Jahren ohnehin viel getan).

    Kurz und gut – was sollte man in Wien besser/anders machen unter den derzeitigen schlechten Rahmenbedingungen auf
    Bundesebene?

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