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Beschwerden von kritischen Bürgerinnen an die Stadträte Schicker und
Feymann werden mit Hinweis auf die „positiven Stellungnahmen“ der
zuständigen Magistratsabteilungen abgeschmettert, wobei auf den Inhalt
der „positiven Stellungnahmen“ nicht eingegangen wird, da diese den
„Rahmen der Beantwortung sprengen würde“. Das selbe geschieht bei
Anfragen bezüglich der durch die „Autofahrerkinos“(Herbert Hufnagl,
Kurier) beeinträchtigte Verkehrssicherheit.

So kanns gehen, wenn der Staat seine Aufgaben „privatisiert“:
Um die zuständige Behörde für Stadtbild (MA19) nicht zu überfordern,
bestellte die Gewista der Einfachkeit halber selbst eine
Stadtbildverträglichkeitsstudie, so wie eine Expertise bezüglich der
Auswirkung auf die Verkehrssicherheit (zuständigkeit MA46) bei einem
befreundeten Architekturbüro. Mit der Untersuchung und Bewertung
tausender Standorte für die Rolling Boards – von der MA 19 eins zu eins
übernommen – wurde nicht nur jegliche Konkurenz ein für allemal
ausgeschalten, Wien wurde auch in zwei Zonen geteilt: in die Rollingbord
-freie Zone (Innenstadt, Weltkulturerbe, Nobelbezirke) und in den Rest,
wo es /“eh schon wurscht ist“/ (Herbert Hufnagl, /Kurier/)

Gerade die Frage der Verkehrssicherheit lässt sich noch einfacher
beantworten, als die nach der Stadtbildverträglichkeit. Denn, wenn
Rolling Bords Autolenker nicht ablenken, wenn sie also keine
Aufmerksamkeit auf sich, und im selben Ausmaß vom restlichen
Verkehrsgeschehen abziehen würden, wäre ihre Buchung durch die
Werbewirtschaft die reinste Geldverbrennung. Um diesem Gedanken
entgegenzuwirken, veröffentlicht die Gewista auf ihrer Hompage
wöchentlich die „sensationellen“ Impactwerte der aktuellen Werbesujets.
Vollendet wurde die Chuzpe mit der kostenlosen Schaltung von
Verkehrssicherheitskampagnen am Rolling Board.

Die Formel 1:10 sorgt für Missverständnisse. In der Hetzendorferstraße
im 12. Bezirk wurden kurz nach der Errichtung eines Rollingbords 10
zusätzliche Plakatwände durch die Gewista errichtet. Eigentlich wurde
für jedes Rolling Board der Abbau von 10 Plakatflächen verkündet, doch
eine Überprüfung dieser Vereinbarung durch die Behörde wäre wohl
kleinlich…

Ein Vorschlag, wie man das Problem mit dem „Weltkulturerbe“ doch noch im
Sinne der Gewista lösen könnte….*